Starke Paare: Was hält Paare zusammen?

Glückliche Paare: 12 Dinge, die glückliche Paare richtig machen

Wenn eine Beziehung gut läuft, macht man sich selten Gedanken darüber, warum alles so reibungslos ist. Aber was sind die Dinge, die glückliche Paare tun, um auf Dauer zufrieden zu bleiben? Und kann man deren „Geheimnisse“ kopieren, um die eigene Beziehung zu verbessern?

Das können Sie von glücklichen Paaren lernen

Wissenschaftler haben untersucht, was glückliche von unglücklichen Paaren unterscheidet und haben folgende Eigenschaften als wichtig für eine starke Partnerschaft festgestellt:

1. Fester Rahmen

In glücklichen Paaren stimmen die Partner in ihren Wertvorstellungen überein und sind sozial gut eingebunden. Unglückliche Partner entwickeln dagegen eigene Ziele, die mit der Beziehung unverträglich sind und beziehen selten die Wünsche des Partners in ihren eigenen Entscheidungen mit.

2. Gefühle

Auch nach langen Jahren Zusammenleben hegen die Partner immer noch positive Gefühle füreinander und bringen sie auch zum Ausdruck. Es herrscht ein Gefühl von Sicherheit und Vertrauen. Unzufriedene Partner deuten hingegen die Absichten und Gefühle des Partners oft falsch und reagieren schnell gekränkt. Eine sichere Basis der Beziehung fehlt.

3. Kommunikation

In glücklichen Paaren haben beide Partner ein anhaltendes Interesse am Anderen und der gemeinsame Gesprächsstoff geht entsprechend nicht aus. Unzufriedene Paare haben häufig negative Erwartungen an die Interaktionen. Aus diesem Grund meiden sie oft das Gespräch und versuchen, Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen. Folglich sprechen sie immer weniger miteinander.

4. Unterstützung und Wertschätzung

Glückliche Paare können sich aufeinander verlassen und zeigen Toleranz, Respekt und Verständnis füreinander. Zufriedene Partner investieren außerdem in die Beziehung, ohne einen sofortigen Ausgleich zu erwarten. In unzufriedenen Partnerschaften herrscht hingegen eine Ungleichheit des Gebens und Nehmens auf Dauer.

5. Gemeinsame Zeit

Die gemeinsam verbrachte Zeit wird in glücklichen Paaren geschätzt und die Beziehung wird gepflegt, indem schöne Momente der Zweisamkeit geplant und erlebt werden. Im Gegensatz dazu meiden die Partner in unglücklichen Paaren oft die Nähe des Anderen und investieren weniger Zeit für Quality Time zu zweit.

6. Kinder

Kinder schweißen die Partner zusammen. Die gemeinsame Verantwortung, aber auch die gemeinsamen schönen Momente als Familie stärken die Beziehung. Je mehr Verbindungen das Paar hat, desto schwieriger ist es, sich zu trennen. In kinderlosen Paaren ist die Verbundenheit im Vergleich geringer. Häufig führen Unterschiede im Kinder- und Familienwunsch zu Unzufriedenheit und Konflikten.

7. Persönlichkeitseigenschaften

Emotionale Stabilität, Gewissenhaftigkeit, Einfühlungsvermögen, Ehrlichkeit und Intelligenz sind Merkmale, die zur psychischen Stabilität beitragen und somit auch zu einer starken Beziehung. Haben die Partner schwierige Persönlichkeiten, ist auch die Beziehung schwieriger.

8. Humor

Der Humor sorgt nicht nur für gute Laune, sondern kann auch in schwierigen Situationen helfen, die Kurve zu kriegen.

9. Gemeinsam geschaffene Welt

Glückliche Paare bauen gemeinsame innere und äußere Welt. Während die innere Paarwelt aus der gemeinsamen Geschichte, der Weltanschauungen und dem alltäglichen Austausch besteht, umfasst die äußere Paarwelt das gemeinsame Umfeld, den Freundeskreis und die Familie. In unglücklichen Paaren herrscht im Grunde genommen stärkere Autonomie, die Partner fühlen sich unabhängiger voneinander und sie betonen sogar ihre Freiheit.

10. Positivität

Das Gefühl, in einer sicheren und verlässlichen Beziehung zu sein, stärkt das Paar und gibt ihr ferner auch mehr Kraft, die Krisen zu überstehen. Zufriedene Paare können auch dem Streit noch positive Seiten abgewinnen. Weniger glückliche Paare verlieren im Gegensatz dazu den Blick für die positiven Seiten der Beziehung.

11. Konfliktkompetenz

Starke Paare lösen ihre Probleme auf einer konstruktiven Weise, ohne verbal aggressiv zu werden oder sich zurückzuziehen. Unzufriedene Partner erkennen schnell böse Absichten, übersehen aber leicht gut gemeinte Interaktionen oder interpretieren sie falsch.

12. Toleranz und Akzeptanz

In einer guten Beziehung nehmen sich die Partner so an, wie sie sind. Man akzeptiert den Partner mit seinen Stärken und Schwächen und begegnet ihm mit Achtung und Verständnis. In zufriedenen Partnerschaften reagiert der eine Partner häufiger mit einem neutralen Verhalten auf negativen Verhalten des Partners. In unzufriedenen Paaren kommt es häufig zu einem Teufelskreis aus gegenseitigen negativen Reaktionen.

Wie Sie selbst ein glücklicheres Paar werden

Je mehr Sie von diesen Eigenschaften in Ihrer Beziehung pflegen, desto leichter wird es für Sie sein, eine langjährige und erfüllte Partnerschaft zu führen. Falls eine Änderung zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich ist, konzentrieren Sie sich auf die vorhandenen Stärken der Beziehung und versuchen Sie diese weiter auszubauen. Wie stark Ihre Liebesbeziehung aktuell ist, können Sie im folgenden Beziehungstest prüfen. Sollten Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein, schauen Sie sich diese Tipps an, wie Sie Ihre Partnerschaft wiederbeleben können.

Quelle: Weber, R. (2013): Wenn die Liebe Hilfe braucht.

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